Seminare in der Qualifikationsphase

Ein wesentliches Element des bayerischen Gymnasiums sind die Seminare in der 11. und 12. Jahrgangsstufe. Die Seminare dienen insbesondere der Vermittlung von Kompetenzen, die in der Hochschule bzw. in der Arbeitswelt erwartet werden. Konkret sind dies Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz und Selbstkompetenz (Personalkompetenz). Die Seminare sind zwar an die bekannten Schulfächer angebunden, doch geht es nicht darum, einen Fachlehrplan zu erfüllen. Vielmehr erschließen Schüler und Lehrkräfte gemeinsam das jeweilige Rahmenthema. Die Schülerinnen und Schüler können so eigene Interessen und Kompetenzen einbringen, lernen Verantwortung und eigenständiges Handeln. Die Lehrkräfte übernehmen die Rolle des Coaches, des Impulsgebers oder des Beraters.

Für die Oberstufe 2017/2019 stehen folgende Seminare zur Wahl:
W-Seminare
P-Seminare

Das Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München (ISB) charakterisiert die beiden Seminare folgendermaßen:

„Das Wissenschaftspropädeutische Seminar (W-Seminar) ermöglicht forschendes Lernen und leitet im Kontext eines übergreifenden Seminarthemas zu selbständigem wissenschaftlichen Arbeiten an. Die Schülerinnen und Schüler erstellen eine individuelle schriftliche Seminararbeit zu einem Teilaspekt des Rahmenthemas und präsentieren ihre Ergebnisse. Der Arbeitsprozess kann während der vorgesehenen Unterrichtszeit von der Lehrkraft individuell betreut werden.“

„Im Projekt-Seminar zur Studien- und Berufsorientierung (P-Seminar) können durch die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern schon während der Schulzeit praxisnahe Erfahrungen gesammelt werden. Schülerinnen und Schülern haben die Möglichkeit, sich intensiv mit der eigenen beruflichen Zukunft auseinanderzusetzen und das für eine verantwortliche Studien- und Berufswahl notwendige Orientierungswissen zu erwerben.“

Das Deckblatt für die W-Seminararbeit findet man hier.