Die BayernMUN vom 28.02. – 01.03.2026 anstrengende, aber sehr erfolgreiche Tage

Auch dieses Jahr konnten acht Schülerinnen und Schüler unserer Model-United-Nations AG an der BayernMUN in Nürnberg teilnehmen. In den letzten vier Jahren hat sich die Teilnehmerzahl dieser Konferenz auf fast 200 verdoppelt, wobei einzelne Delegierte aus weit entfernten Teilen der Welt anreisen. Während der drei Tage, die die Konferenz andauert, werden genau wie in der UNO und unter Einhaltung diplomatischer Regeln politische Themen diskutiert, Resolutionen geschrieben und am Ende wird dann darüber abgestimmt, welcher Vorschlag weiterverfolgt werden sollte. Dieses Jahr ging es schwerpunktmäßig um das Thema nachhaltige Energie. Obwohl die Konferenz eigentlich für Studierende gedacht ist, konnten sich auch unsere Neunt(!)klässler erfolgreich schlagen und sogar am Rednerpult vor vielen Leuten überzeugende Reden halten – und das alles auf Englisch! Das war wirklich sehr beeindruckend!

Vor Beginn der Konferenz gab es einen Workshop zu den „SDGs“ (= „sustainable developing goals der UN), bei dem deutlich wurde, wie eng diese unterschiedlichen Ziele miteinander verknüpft sind und dass man sie bei allen Maßnahmen immer alle gleichzeitig im Auge behalten muss. Auch die Podiumsdiskussion (u.a mit dem ehemaligen Diplomaten und Leiter der UN-Mission in Afghanistan Martin Kobler)  zur weiteren Rolle der UNO im Angesicht von Trumps „Board of Peace“ war sehr spannend. Am Freitagnachmittag ging es dann richtig los. Die Delegierten vom HGF waren da noch ziemlich schüchtern und beschränkten sich eher aufs Zuhören. In den nächsten zwei Tagen tauten sie aber auf und nahmen sehr engagiert an allen Aktivitäten teil. Besonders gut kamen dabei das Lobbying und die informellen Meetings an, in denen man sich mit Vertretern anderer Länder auseinandersetzen und/oder zusammenarbeiten musste. Unsere Schüler und Schülerinnen vertraten dabei sehr exotische Länder wie Sambia, die Dominikanische Republik, den Congo und Libyen. Während Libyen als ölförderndes Land sich schnell mit Venezuela und Saudi-Arabien zusammentat, arbeiteten alle anderen in einer größeren Gruppe, wo es dann aber auch Auseinandersetzungen mit beispielsweise China gab – also ganz wie im echten Leben!

Am Ende jeden Tages waren alle wirklich erschöpft, hatten aber strahlende Augen und waren stolz auf ihre Leistungen. Neben den tatsächlich debattierten Themen konnten die Schülerinnen und Schüler die Auswirkungen der Weltpolitik diesmal leider noch viel direkter erleben. Es nahm nämlich auch eine internationale Schule aus Israel an der Konferenz teil, deren Schülerinnen und Schüler jetzt erstmal nicht nach Israel zurückkehren können, sondern sich über die ganze Welt verstreuen werden.