Von Fußball bis Bundespolitik: Joachim Herrmann zu Gast am Hardenberg-Gymnasium

Welchem Fußballverein hält ein Innenminister die Treue? Warum entscheidet man sich für eine bestimmte Partei? Und wie lässt sich Sicherheit im Alltag gewährleisten? Diese und viele weitere Fragen stellten rund 30 Oberstufenschülerinnen und -schüler dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann bei seinem Besuch am Hardenberg-Gymnasium Fürth am 12. Oktober 2026.

Der Besuch von 9.00 bis 10.30 Uhr begann mit einem Austausch mit Schulleiter Wolfgang Meier und weiteren Mitgliedern der Schulleitung. Anschließend gehörte das Wort den Jugendlichen: An der Fragerunde beteiligten sich die Schülerinnen und Schüler der Leistungsfächer Politik und Gesellschaft der Jahrgangsstufen 12 und 13 sowie Geschichte der Jahrgangsstufe 12.

Zum Auftakt ging es um Persönliches und das Leben als Politiker. Bei der Frage nach seinem Lieblingsfußballverein nannte Herrmann neben dem FC Bayern auch Erlangen – dort hatten seine Söhne Fußball gespielt. Die Jugendlichen interessierten sich zudem für seinen Weg in die CSU. Herrmann verband den Einblick in seinen politischen Werdegang mit einem Appell: Die Schülerinnen und Schüler sollten sich selbst politisch engagieren und das gesellschaftliche Zusammenleben mitgestalten.

Danach rückte die innere Sicherheit in den Mittelpunkt. Die Fragen reichten vom Einsatz künstlicher Intelligenz und Gesichtserkennung in Bayern bis zum Sicherheitsgefühl in Bus und Bahn. Auch parlamentarische Anfragen zu kritischer Infrastruktur und der Umgang mit den dabei angeforderten Informationen kamen zur Sprache. Kritisch nachgefragt wurde zudem bei der polizeilichen Erfassung und Bearbeitung von Straftaten: Wie aussagekräftig ist die Kriminalstatistik, und könnten Zahlen beschönigt werden?

Im weiteren Gespräch über Landes- und Bundespolitik beschäftigten sich die Jugendlichen mit dem Umgang mit der AfD. Dabei ging es sowohl um den Ausschluss von AfD-Politikern von Ausschussvorsitzen als auch um ein mögliches Parteiverbotsverfahren. Die finanzielle Lage der Kommunen ergänzte das breite Themenspektrum.

So führte die Gesprächsrunde von persönlichen Einblicken zu politischen Streitfragen. Für die Schülerinnen und Schüler bot der Besuch die Gelegenheit, Themen aus dem Unterricht direkt mit einem politisch Verantwortlichen zu diskutieren, eigene Schwerpunkte zu setzen und kritisch nachzufragen.