Auf ein neues — hoffentlich gesundes — Schuljahr!

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Der 1. Schul­t­ag ist Dien­stag, der 8. Sep­tem­ber.

Für alle Schü­lerin­nen und Schüler der 6. bis 10. Klasse begin­nt der Unter­richt um 8.00 Uhr. Nach dem Klassen­leiterun­ter­richt find­et für die Klassen 6 — 10 bis 13.00 Uhr bere­its Unter­richt nach dem reg­ulären Stun­den­plan statt.

Die Vol­lver­samm­lung der Q11 und Q12 find­et um 09.45 Uhr statt.

Alle neuen Fün­ftk­lässler tre­f­fen sich im Pausen­hof nach geson­dertem Plan, der allen Eltern per ESIS zugeschickt wird. Für sie endet der Unter­richt am 1. Schul­t­ag um 11.15 Uhr. An den darauf­fol­gen­den Tagen endet der Unter­richt um 13.00 Uhr.

Wir wün­schen allen Hard­en­ber­glern einen guten Start ins Schul­jahr 2020/21!

In diesem Schul­jahr müssen „coro­n­abe­d­ingt“ die Anfangs­gottes­di­en­ste ent­fall­en. Unsere Fach­schaften der Evan­ge­lis­chen und Katholis­chen Reli­gion­slehre haben als “Ersatz” für die Gottes­di­en­ste einige Gedanken zum Schul­jahre­san­fang notiert, die ihr hier abrufen kön­nt:

Gedanken zum Schul­jahre­san­fang (statt eines Anfangs­gottes­di­en­stes):

Ja, mach nur einen Plan 
sei nur ein großes Licht 
und mach dann noch ’nen zweit­en Plan 
gehn tun sie bei­de nicht.“

(Bertold Brecht: Bal­lade von der Unzulänglichkeit men­schlichen Strebens (1928))

Pläne haben wir alle gemacht. Let­ztes Schul­jahr, für die Ferien oder vielle­icht sog­ar für das neue Schul­jahr. Selb­st wenn man es nicht so pes­simistisch sieht wie Bertold Brecht in sein­er Bal­lade von der Unzulänglichkeit men­schlichen Strebens, kom­men wir doch nicht umhin festzustellen, dass vieles, was wir uns vorgenom­men hat­ten, nicht umset­zbar war.

Was bedeutet das nun für das neue Schul­jahr, in dem immer noch vieles anders sein wird, als wir es ken­nen? Z.B. die voll­ständi­ge Maskenpflicht in den ersten bei­den Schul­wochen.

Sollen wir jet­zt gar nichts mehr pla­nen, weil es ja sowieso immer ganz anderes kommt?

Sollen wir ein­fach von Tag zu Tag leben?

Meine Antwort lautet „ja und nein“:

Ja, wir sollen jeden Tag als einen ganz beson­deren, für sich alleine ste­hen­den Tag sehen und uns nicht zu sehr um das Mor­gen sor­gen. So, wie es z.B. in der Bibel bei Matthäus im 6. Kapi­tel ste­ht:

34 Darum sorgt nicht für mor­gen, denn der morgige Tag wird für das Seine sor­gen. Es ist genug, dass jed­er Tag seine eigene Plage hat.

Auch Diet­rich Bon­ho­ef­fer greift dies auf, wenn er sagt, dass es ein Geschenk Gottes ist, dass wir täglich, jeden Mor­gen, ein neues Leben mit ihm begin­nen kön­nen. Und deswe­gen sollen wir jeden Mor­gen neu und zuver­sichtlich an unser Tag­w­erk gehen, auch in dem Wis­sen, dass jed­er Tag ein Ende hat und darauf die Nacht als Zeit der Ruhe und des Kraft Schöpfens fol­gt.

(vgl. Diet­rich Bon­ho­ef­fer Lese­buch „Der Mor­gen“ (S.13ff)

Über­tra­gen auf unsere aktuelle Lage kann das bedeuten, am Mor­gen zuerst schauen, was die konkreten Her­aus­forderun­gen des Tages sind und diese dann ange­hen.

Dann kön­nen wir am Abend hof­fentlich zufrieden auf das zurück­blick­en, was wir geschafft haben.

Aber „nicht sor­gen“ meint ja nur, „sich nicht unnötig Sor­gen machen“ bzw. „nicht über Dinge zu grü­beln, die man sowieso nicht bee­in­flussen kann“. Pläne sind etwas Schönes und Gutes, brin­gen Ord­nung in unser Leben. Und deswe­gen sollen wir natür­lich weit­er­hin pla­nen, aber vielle­icht anders:Zum einen wird es darum gehen, zu über­legen, was die wirk­lich wichti­gen Dinge sind, die unbe­d­ingt erledigt wer­den soll­ten, und dabei den Überblick zu behal­ten und sich nicht in Kleinigkeit­en zu verzetteln. Zum anderen ist es wegen der fehlen­den Ver­lässlichkeit noch wichtiger als son­st, sich nicht zu sehr auf eine Möglichkeit zu fix­ieren, son­dern sich Alter­na­tiv­en zu über­legen. Anders als Brecht bin ich näm­lich der Mei­n­ung, dass es oft mehrere Wege gibt und dass sich aus jedem was machen lässt.

Jede Krise birgt auch eine Chance, auch das haben wir im let­zten Schul­jahr erleben dür­fen.

Manch­es, was tra­di­tionell „schon immer so war“, kon­nte zum Besseren verän­dert wer­den, im Unter­richt wur­den neue Wege beschrit­ten, die mehr als ein Not­fall­man­age­ment waren…

So, wie wir jeden Tag mit seinen 86400 Sekun­den neu von Gott geschenkt bekom­men, so wollen wir auch das, was wir daraus machen, ver­trauensvoll in seine Hände leg­en.

Ja, mach dir einen Plan und
sei ein großes Licht, 
und wenn der Plan sich ändert,

dann küm­mert uns das nicht.

Liebe Schü­lerin­nen und Schüler, liebe Kol­legin­nen und Kol­le­gen, liebe Schul­fam­i­lie,

wir blick­en voll Zuver­sicht auf das neue Schul­jahr! Auch wenn manche Pläne scheit­ern, so wer­den wir gemein­sam neue Wege beschre­it­en, um unsere Ziele zu erre­ichen!

Wir wün­schen Euch einen guten Start in das neue Schul­jahr! Ver­traut auf eure Stärken, ver­liert euer Ziel nicht aus den Augen, egal, was in diesem Jahr auf uns zukommt!

Eure Fach­schaften Evan­ge­lis­che und Katholis­che Reli­gion­slehre